Die Firmenbefragung 2025 der Stadt Zürich bestätigt die hohe Attraktivität des Standorts – gleichzeitig verschlechtern sich die Rahmenbedingungen für Detailhandel und innerstädtische Dienstleistungsbetriebe spürbar. Die City Vereinigung Zürich fordert bessere Erreichbarkeit, weniger Belastung durch Baustellen sowie schlankere Verfahren und echte Mitsprache.
Die Firmenbefragung 2025 der Stadt Zürich bestätigt die hohe Attraktivität des Standorts. Lebensqualität, Sicherheit und Infrastruktur werden von vielen Unternehmen weiterhin positiv beurteilt. Gleichzeitig zeigt die Studie: Für Detailhandel und innerstädtische Dienstleistungsbetriebe haben sich die Rahmenbedingungen spürbar verschlechtert.
Aus Sicht der City Vereinigung Zürich hängt die Zukunft der Innenstadt entscheidend davon ab, dass Erreichbarkeit, Vielfalt und Frequenz gesichert bleiben. Werden diese Faktoren geschwächt, wirkt sich das unmittelbar auf die Lebendigkeit und wirtschaftliche Stabilität der City aus, betont Milan Prenosil, Präsident der City Vereinigung Zürich, im Zusammenhang mit der städtischen Medienkonferenz.
Erreichbarkeit als Schlüsselfaktor
Während der öffentliche Verkehr gut bewertet wird, fallen motorisierter Verkehr, Verkehrsfluss sowie Parkierungs- und Umschlagmöglichkeiten deutlich ab. Gerade Betriebe in der Innenstadt sind auf spontane Kundschaft, funktionierende Logistik und verlässliche Dienstleistungen angewiesen. Wenn Zufahrt, Parkierung und Warenumschlag erschwert werden, wird das für viele Unternehmen zu einem handfesten Standortnachteil. Zusätzlichen Druck erzeugen die zahlreichen Baustellen, die zeitgleich stattfinden und den Alltag der Betriebe stark beeinträchtigen.
Regulierung und Wertschätzung verbesserungsfähig
Die Befragung zeigt zudem eine wachsende Unzufriedenheit mit administrativen und regulatorischen Hürden. Bewilligungsverfahren sind für viele Betriebe aufwendig und ressourcenintensiv – besonders für kleinere Unternehmen. Gleichzeitig fühlen sich zahlreiche Betriebe bei Veränderungen in ihrem Umfeld nur ungenügend einbezogen. Die Zufriedenheit mit den Mitsprachemöglichkeiten ist entsprechend tief.
Die City Vereinigung Zürich wertet den zunehmenden Anteil von Firmen, die eine sinkende Attraktivität des Standorts erwarten, als deutliches Warnsignal. Wer die Innenstadt weiterentwickeln will, muss die Betriebe frühzeitig, transparent und verbindlich einbinden. Zudem braucht es mehr Anerkennung für den Beitrag, den innerstädtische Betriebe täglich zu einer attraktiven, vielfältigen und lebendigen Innenstadt leisten – und Rahmenbedingungen, die diesen Beitrag ermöglichen statt erschweren.
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Dominique Zygmont, Geschäftsleiter City Vereinigung Zürich
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